Gitarrenanfänger in der Musikschule Dortmund

Als Gitarrenanfänger werdet Ihr so schnell wie möglich Songs spielen wollen. So soll es sein! Voraussetzung hierfür sind Akkorde. Eine der häufigst gestellten Fragen in diesem Zusammenhang lautet natürlich: Wie viele Akkorde brauche ich? Antwort: 11 Wie...nur 11? Ja, jedenfalls erst einmal, und zwar 7 sogenannte offene und 4 Barréakkorde (hier greift der Zeigefinger alle sechs Saiten). Letztere sind leider etwas schwer zu greifen, haben aber den Vorteil, dass sie verschiebbar sind, ohne ihre Klangstruktur zu verändern. Anders ausgedrückt verschiebt man den Grundton auf der Basssaite und gelangt so in alle zwölf vorhandenen Tonarten. Auf diesem Weg erlernt man z. B. mit einem Durbarré sofort zwölf mögliche Durakkorde. So gesehen könnt Ihr mit den 11 angesprochenen Akkorden wirklich alle möglichen Dur- und Mollakkorde, die für einen gängigen Popsong benötigt werden, in mindestens zwei Varianten greifen. Weitere Akkorde lernt Ihr immer dann, wenn der jeweilige Song es erfordert.

Gitarrenlehrer Stephan Lindner - AnfängerDa man als Anfänger rhythmisch eingeschränkt ist, setzt man sich erst einmal mit den gängigen 2-3 "Lagerfeuerrhythmen" auseinander. Das klingt vielleicht abwertend, ist aber nicht so zu verstehen. Jeder Eurer Helden spielt seine Songs zu Hause auf dem Sofa auf diese Art, wenn er sie singt. Singen???

An der Guitarschool arbeiten zwar keine ausgewiesenen Gesangslehrer, aber jeder Lehrer ist fähig, seine Schüler auf den Stand zu bringen, über die vorgegebenen Rhythmen mit den richtigen Tönen zu singen. Diese Offerte ist nicht ganz üblich, aber ich achte darauf, dass es bei uns so ist.

Gewöhnlich antwortet ein Gitarrenschüler auf die Frage, ob er sich vorstellen kann zu singen, mit einem glasklaren JEIN. Ist auch verständlich! Die Stimme ist das Instrument, das aus einem selbst entsteht, da gibt es keine Ausreden, daher ist die Hemmschwelle recht groß. Aber wenn Ihr Euch einen Ruck gebt und es ausprobiert, sind die Fortschritte meist schnell gemacht, und es wird Euch großen Spaß machen. Es wird nicht allzu lange dauern, dann könnt Ihr Euch die Texte aus dem Netz ziehen (www. lyrics.de), Akkorde drüber, Rhythmus her und ab geht's... Sofern die Songinterpretationen leicht bleiben, braucht Ihr uns dann irgenwann nur noch fürs Raushören der Akkorde. Also nutzt das Angebot, das Euch selbstverständlich nicht "aufgedrängt" wird.

Die Songauswahl bestimmt Ihr in der Regel selbst. Ihr solltet also regelmäßig als "Scout" auf Songsuche sein. Das hat aus Lehrersicht einen recht eigennützigen Grund. Meine Kollegen und ich möchten nämlich nicht Gefahr laufen, immer wieder auf dieselben Songs zurückzugreifen und Euch so wie in anderen Schulsystemen die Inhalte vorzugeben. Vielmehr ist uns wichtig, dass Ihr an der Guitarschool interaktiv beteiligt seid und somit keine Songs lernt, die Ihr nicht mögt oder vielleicht gar nicht kennt. Habt Ihr dann erst einmal die oben angesprochene Basis erreicht, kann es eigentlich losgehen mit der Sologitarre (natürlich nur bei vorhandenem Interesse).

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